28/10/2024
Trockenheit?
Starkregen?
Lehmboden?
Was tun?
Versickerungsgräben sind eine Idee zur Selbsthilfe.
Der heurige Sommer war verrückt:
Erst regnete es wochenlang nicht, dann schüttete es, dass gleich alles überschwemmt war.
Dazu kommt noch, dass Lehmboden kein Wasser aufnimmt, wenn er ausgetrocknet ist. Der Regen und das Giesswasser fliesst einfach darüber hinweg.
Was kann jeder Einzelne von uns tun, damit unsere Gärten solchen Wetterkapriolen stand halten?
Versickerungsgräben sind eine Möglichkeit mit einfachen Mitteln eine Verbesserung zu erzielen.
Quer zum Hang angelegt, halten sie das Gießwasser im Boden fest und bei Starkregen wird das Regenwasser gebremst.
Wie wird ein Versickerungsgraben angelegt?
1) Den Steifen ca. 20 cm tief ausheben
2) Den Graben mit Vlies auslegen
3) Mit grobem Schotter auffüllen bis 5 cm unter Bodenkante
4) Das Vlies einschlagen
5) Die restlichen 5 cm mit Kies auffüllen
6) Trittplatten aufsetzen
Das Vlies ist wichtig, damit die Drainage offen bleibt und sich die Materialien nicht vermischen.
Diese Technik ist vielseitig und schonend im Bestandsgarten einsetzbar, zum Beispiel als Gehweg, Zierelement und Beetkante. Die Größe kann je nach Platzangebot variieren. Wenn man den Aushub in Kübel füllt, bleiben sogar die angrenzenden Flächen sauber.
Wer die Möglichkeit für bauliche Veränderungen im Garten hat, könnte noch viel mehr tun: Gehsteig entsiegeln, Zisterne, Rückhaltebecken oder Teich einbauen, Blumenwiese ansäen statt kurzem Rasen, Staudenbeete, Heckenstreifen oder begrünte Dächer anlegen.
All das erhöht die Wasserspeicherkapazität des Grundstücks.
Jeder Quadratmeter zählt!