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F. Blumer & Cie. AG Textile Qualität seit 1828

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16/11/2021

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17/05/2021
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03/09/2020

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17/06/2015

https://www.facebook.com/glarner.tuechli

Glarner Tüechli sind farbige mit Mustern bedruckte, quadratische Baumwolltücher, die traditionell im Schweizer Kanton Glarus hergestellt werden.

16/05/2013
Aus der Geschichte des TextildrucksIm 17. Jahrhundert brachten Seefahrer immer mehr farbig bedruckte Stoffe aus Indien m...
16/05/2013

Aus der Geschichte des Textildrucks
Im 17. Jahrhundert brachten Seefahrer immer mehr farbig bedruckte Stoffe aus Indien mit, die in Europa grosses Aufsehen erregten. Im Glarnerland begann die industrielle Stoffdruckerei 1740. Diese gewann im 19. Jahrhundert vorübergehend weltweite Bedeutung.
Wann, wo und wie es erstmals gelang, auf einem Gewebe mit einem Druckverfahren ein farbiges Muster zu erzeugen, ist nicht mit Sicherheit erwiesen. Anderen grundlegenden Entdeckungen und Erfindungen der Menschheit gleich, verlieren sich auch die Anfänge des Stoffdrucks im Nebel der frühen Kulturgeschichte. Der Kunst des Bedruckens von Geweben ging jedoch gewiss jene des Färbens voraus.
Bereits im Altertum wurden im Nahen und Fernen Osten Stoffe bemalt und mit Holzmodeln bedruckt. Während des Mittelalters kannte man in Europa nur einen primitiven Stoffdruck mit stempelartigen Holzmodeln und unechten Farben, die nicht waschfest und für Kleider ungeeignet waren.

Von Indien nach Europa
Im 17. Jahrhundert brachten Seefahrer zunehmend farbig bedruckte Stoffe aus Indien nach Europa. Diese „Indiennes“ genannten Baumwolldrucke erregten durch ihre wundersamen Muster und ihre Farbenpracht grosses Aufsehen und fanden reissenden Absatz als Kleiderstoffe, Möbelbezüge und Wandbespannungen.
Nach 1678 richtete man in Holland, England und Deutschland Manufakturen ein, welche Baumwollstoffe nach indischer Weise bedruckten. Aus Frankreich geflüchtete Hugenotten leisteten dabei wesentliche Aufbauarbeit. In der Eidgenossenschaft gründeten sie die ersten Zeugdruckereien, 1691 in Genf und 1715 in Neuenburg. Bald entstanden weitere Druckereien im Aargau, in Bern, Basel und Zürich. 1740 in Glarus und 1765 in Islikon.
Nach 1750 gelangte der Zeugdruck in Frankreich zu grosser Blüte und im 19. Jahrhundert entwickelten sich England, der Kanton Glarus sowie die Region Mühl-hausen zu den bedeutendsten Zentren des Stoffdrucks in Europa.

Zeitaufwendiger Handdruck
Der zeitaufwendige Handdruck mit Holzmodeln blieb bis weit ins 19. Jahrhundert hinein vorherrschend. Erfinderische Köpfe bemühten sich aber seit 1780 mit zunehmendem Erfolg um eine produktionssteigernde Mechanisierung des Druckvorgangs. Ebenso bedeutungsvoll wirkte sich nach 1860 der Siegeszug chemischer Farbstoffe aus. Gleichzeitig nahm der maschinelle Textildruck in vielen Ländern einen mächtigen Aufschwung, und allmählich verdrängte er den uralten Handdruck mit Modeln vollständig.
Der einzigartige Aufschwung der Glarner Textilindustrie setzte nach 1815 ein. Im Glarner Unter- und Mittelland nahmen zahlreiche grössere und kleinere Stoffdruckereien den Betrieb auf. Nach 1822 liessen sich an der Linth und ihren Zuflüssen über 20 Spinnereien und Webereien nieder.

Glarner Handelsgesellschaften und die Fabrikanten selber sorgten für den weltweiten Vertrieb der Zeugdrucke. Sie erschlossen immer wieder neue Absatzgebiete, indem sie regelrecht Marktforschung betrieben und ihre Artikel sorgfältig den Kundenwünschen anpassten. Diese Entwicklung erreichte um 1865 ihren Höhepunkt. Von den rund 35000 Einwohnern des Kantons Glarus arbeiteten 6250 in den 22 Zeugdruckereien, wobei Frauen, Töchter und Knaben über die Hälfte der Arbeitskräfte stellten. Hauptsächlich von Hand bedruckten sie in einem Jahr rund 48 Millionen Meter Stoff. Glarus nahm damals unter den Schweizer Kantonen in der Zeugdruckerei die erste, in der Weissweberei die zweite und in der Baumwollspinnerei die dritte Stelle ein. Indes: Diese einseitige industrielle Entwicklung zeitigte bald schon nachteilige Folgen, zumal die Druckerei ganz auf den Export angewiesen und damit krisenanfällig waren.

(Aus der Geschichte des Textildrucks, Südostschweiz am Sonntag, 20.01.2008)

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