24/12/2019
Jeder von uns kennt Gänseblümchen....
Eine Legende erklärt, wieso es an den Rändern der Blüten oftmals rot überlaufen ist und wieso es auch im Winter noch blühen kann.
„Als die Jungfrau Maria ihrem Jesuskind zum dritten Geburtstag einen Blumenkranz schenken wollte, konnte sie im winterlichen Nazareth leider keine Blüten finden. Daher stellte sie selbst verschiedene Fantasieblumen aus gelber und weißer Seide her. Beim Zusammenstecken verletzte sie sich und etwas Blut verfärbte die Spitzen einer Blüte. Diese erkor das Jesuskind zu seiner Lieblingsblume. Das Kind pflanzte seine Blume ins Tal von Nazareth und wacht seitdem über unser Gänseblümchens deshalb blüht es auch im Winter. In manchen Gegenden wird es auch Marienblümchen genannt.
Allerdings galt es bereits bei den Germanen als heilige Pflanze, der Göttin Freia, der Mutter der Erde.
Erst als die Christen unseren Ahnen diesen alten Götterglauben verboten, nahm die Jungfrau Maria den Platz der Freia ein.
Aber egal, ob jemand nun Freia oder Maria verehren mag, einen Gott, mehrere Götter oder gar keinen.
Heute feiere ich als Heide mit den Christen den Geburtstag eines großen Humanisten. Er war einer von vielen, die für ihre Ideale verhöhnt, gefoldert oder ermordet wurden.
Wie auch immer ihr Tun in der Geschichte verklärt worden sein mag, Humanismus sollte das sein, was alle Religionen und Weltanschauungen verbindet.
Leider bemerke ich selbst in unseren Demokratien einen zunehmenden Rückgang dieser Werte zugunsten von nationalen Egoismen und der Zerstörung unserer Natur als unsere unabdingbare Lebensgrundlage.
Gegen Letzteres müssen wir gemeinsam kämpfen.
Bildung, Respekt, Liebe und Faszination zur Natur (Mensch, Tier, Pflanze, Boden, Luft, Wasser, Sonne, Mond und Sterne) sind dabei der Schlüssel.
Ich wünsche allen Menschen eine besinnliche und gemütliche Zeit während der Rauhnächte.