12/05/2026
Mackers, bald ist Vaddertach — der heiligste aller Tage, an dem der Vater endlich die Rüstung ölt, ohne Frage. Der Tag, an dem man die Innenpolitik neu verhandelt, die Pferde scheu macht, dem lieben Gott zeigt, was eine Harke ist und die Ampeln zählt.
Denn es wird dem Kater vorgearbeitet. Es wird der Durst von vorgestern nachgeholt, der Durst von morgen prophylaktisch behandelt und der von übermorgen präventiv in die Knie gezwungen.
Der Bollerwagen — heiliges Gefährt. Beladen mit flüssigem Brot, mit Hopfentee für Fortgeschrittene, mit kühler Lebensfreude in Dosengröße. Er rollt. Unaufhaltsam. Und wir mit ihm — leicht schiefen Schrittes.
Um 11 Uhr haben wir die Stimmung gefunden. Um 14 Uhr schweben wir leicht. Um 16 Uhr sehen wir doppelt — aber doppelt hält bekanntlich besser. Um 20 Uhr haben wir dem Baum Dinge erzählt, die nicht mal die Steuer weiß. Um 22 Uhr sind wir im Konzept. Wir sind nicht betrunken. Wir sind alkoholisch optimiert.
Und wenn der Abend kommt — wenn der letzte Schnaps zur Stabilisierung getrunken, dem Magen ein Döner als Fundament gegönnt wurde — dann lehnen wir uns zurück, die Augen halb offen, der Kater bereits im Anmarsch und sagen mit tiefer Überzeugung: Guter Vaddertach.
Außer vielleicht der letzten Jägermeister.
Aber der war auch nicht unser erster Fehler.
Prost, Väter. Bis Donnerstag! 🍻
Trinkt Wasser. Esst was. Ruft eure Mütter an.