28/02/2022
Hey... Hey, du ... Wie lernst du eigentlich?
Die verbleibenden Prüfungen stehen an und jede/r kennt es: „Leg das Handy weg, iss genug, schlaf genug, mach Pausen zwischen Lerneinheiten. Quatsch mal mit Mitstudierenden – ihr könnt euch auch gegenseitig motivieren.“
Vielleicht weißt du auch, dass wir uns die Inhalte zu Beginn von Lerneinheiten am besten einprägen, dazwischen eingebettete Informationen weniger und zum Ende hin die Merkkurve wieder etwas steigt. Oder, dass es sich empfiehlt, schwer zu merkende Inhalte kurz vor dem Schlafengehen zu lernen, da Wissen im Schlaf gefestigt wird.
Aber wie lernst du eigentlich? Befasst du dich, bevor du dich hinsetzt und beginnst zu ‚pauken‘, erstmal rein oberflächlich mit dem Stoff? Speziell, wenn dir der Anfang schwer fällt, hilft es, den Einstieg so leicht zu machen, dass es kaum Überwindung kostet. Oberflächliches Durchblättern für einen groben Überblick und den Inhalt dann strukturieren und kategorisieren. Du kannst dir dabei auch Fragen notieren, oder was dich an diesem Stoff interessiert. Interesse ist tatsächlich die mächtigste Gedächtnishilfe.
Es ergibt auch Sinn, sich zu fragen, wie der Stoff eigentlich aufgebaut ist:Ist es aufbauender Stoff, den man detailliert kapitelweise erarbeiten sollte?
Verwandte Themen, die öfters aufeinander verweisen und bei denenes besser wäre, das Gesamtwerk mehrmals zu lesen?
Oder nicht verweisende aber ähnliche Themen, die getrennt gelernt werden sollten, da Informationen mit wenig Kontrast leichter falsch gespeichert werden?
Wenn du all das schon kennst und dich auch zum Lernen motivieren kannst, bist du schon gut gesattelt. Du kannst Inhalte und mögliche Prüfungsdialoge für dich auch durchsprechen, denn selbst gefestigtes Wissen ist oft schwer wiederzugeben, wenn du es noch nie in eigene Worte gefasst hast.
Übrigens: Wenn du zu den Menschen gehörst, für die Lernen nicht als Ablenkung funktioniert, weil du zu viele störende Gedanken in deinem Kopf hast (z. B. chaotisches Privatleben, Grübelei oder bevorstehende Entscheidungen), versuche diese Faktoren entweder zu beseitigen und triff notwendige Entscheidungen oder setze dir bewusst Zeitfenster, in denen du dich wieder mit diesen Themen auseinandersetzt. Auch dann, wenn es nur eine Erinnerung am Handy ist, die den Reiz verursacht: „Ich habe ein Thema beendet, jetzt ist Zeit für das nächste.“ Es hilft nicht, nur den Fokus zu wahren, denn diese ‚schwebenden‘ Gedanken kosten auch einfach viel Energie.
Das bewusste Setzen von Reizen ist übrigens sehr effizient und diese können mit Wiederholung antrainiert werden. Wenn du z. B. Probleme hast, dich täglich wieder hinzusetzen, etabliere doch ein kleines Ritual. Vielleicht der Kaffee morgens, zu dem du Musik hörst, die dich in gute Stimmung bringt. Und immer nach diesem Kaffee beginnst du.
Wir hoffen, die Tipps helfen und wünschen dir auf jeden Fall viel Glück für die verbleibenden Prüfungen. Du packst das! 👊💪💥